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Bauen im Bestand
Scheunenumbau, Griesheim

Das Konzept für den Ausbau lässt die ursprüngliche Bestimmung des Gebäudes deutlich erkennen:
Außen blieb das Backsteinmauerwerk unverputzt, das Scheunentor erhalten, und das Dach wurde wieder mit Tondachpfannen eingedeckt. Im Inneren greift der Entwurf die Dreiteilung des Raumes auf. Aus der alten Aufteilung ergeben sich neue Ebenen auf unterschiedlichen Höhen.
Die vertikale Erschließung erfolgt aus dem zentralen Raum, der Tenne, über einen „Weg der Erfahrung“ aus Treppen und Brücken, woraus sich reizvolle Durchblicke und Raumsequenzen ergeben, die trotz abgeschlossener Individualbereiche einen fließenden Raum mit immer wieder neuen räumlichen Überraschungen entstehen lässt. Das beineindruckende Dachtragwerk liegt, vor allem im Wohnbereich, nach wie vor frei und ist konstruktiv und statisch wiederverwendet. Aus der Beibehaltung der räumlichen Gliederung ergeben sich großzügige Raumhöhen, zum Teil von fünf Metern und mehr.
Die Innenflächen der Backsteinmauern sind atmungsaktiv mit einem Dämmputz wärmeisoliert und mit einem leicht modellierten Lehmoberputz überzogen. Alle Wand- und Bodenflächen, die das Gebäude nach außen hin begrenzen, sind mit einer flächigen Strahlungsheizung versehen. Als Fußbodenbelag für die unteren, intensiver genutzten Ebenen wurde ein strapazierfähiger dunkler Plattenbelag gewählt, für die Böden der oberen, intimer genutzten Ebenen Linoleum.
Dominant unter den neu hinzu gekommenen Materialien sind Stahl (u. a. für Erschließungselemente, Pfosten–Riegel-Konstruktion und Pergola) und Glas (u. a. für die vordere und hintere Tennenverglasung Richtung Hof bzw. Garten sowie das Firstoberlicht). Die Verbindung von Alt und Neu wird so zu einem spannenden Dialog.

Preise und Auszeichnungen:
Tag der Architektur 2005

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© Architekten Hochberg-Neff · 55276 Oppenheim · www.hochberg-neff.de · www.scheunenumbau.de · design: nobt